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Außenhandels- und Zollabwicklung
Quelle: Weserlotse | Logistics Pilot Nr. 5   
Donnerstag, 25. November 2004
Außenhandels- und Zollabwicklung rund um die Uhr

Die nwi nordwest-international GmbH, eine hundertprozentige Tochter der Sparkasse Bremen, realisiert in Zusammenarbeit mit ihrer Tochter ZOBA ein neuartiges Konzept der ganzheitlichen Betreuung von großen und mittelständischen Kunden im Bereich Außenhandel und Zollabwicklung. Nach einer grundsätzlichen Neukonzeption der IT-Infrastruktur und der Installation einer SAN-Lösung (Storage Area Network) kann das Angebot zur Vereinfachung der Auslandsgeschäfte jetzt rund um die Uhr an sieben Tagen der Woche zur Verfügung gestellt werden. Ein Beitrag von Georg Glasmacher, Leiter Business Development beim Hersteller Maxdata Computer GmbH & Co. KG in Marl.

Die Abwicklung erfolgt mit Unterstützung eines Internetportals, das von der Firma do.ware in Delmenhorst im Auftrag der ZOBA entwickelt worden ist. Die hier zur Verfügung gestellten Programme können im Baukastenprinzip sowohl von der ZOBA, als auch von den Kunden oder deren Beauftragten genutzt werden. In einem ASP-Modell(Application Service Providing) stellt der Dienstleister mit i-TMS (international Trade Management System) für einen monatlichen Grundbetrag von 75 Euro plus volumenabhängigen Transaktionsgebühren das Internetportal zur Verfügung, über das sich sämtliche Aufgaben im Ex- und Importgeschäft komplett elektronisch durchführen lassen - vom Vertragsabschluss bis zur Bezahlung. Mittlerweile laufen monatlich mehr als 5.000 Transaktionen über das Portal.

Bei diesem Geschäftsmodell hängt von der Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur und zuverlässigen Speicherungsmöglichkeiten sehr viel ab. Das Problem: Durch das schnelle Wachstum in den vergangenen Jahren war bei nwi nordwest-international (nwi) und ZOBA innerhalb kurzer Zeit eine heterogene IT-Umgebung mit unterschiedlichen Betriebssystemen und Hardwareplattformen entstanden. Dazu kamen die neuen Anforderungen an die Verfügbarkeit und das rasant anwachsende Datenvolumen. Eine grundsätzliche Neukonzeption der IT-Infrastruktur hatte deshalb das Ziel, die vorhandenen beiden Netzwerke zusammenzuführen - bei einer gleichzeitigen Optimierung der Datenverwaltung, -sicherheit und -verfügbarkeit. Vor allem die Speichermöglichkeiten sollten besser organisiert werden.

In Zusammenarbeit mit der Firma Hard&Software-Haus in Delmenhorst und dem Marler Hersteller Maxdata entschied man sich für ein Storage Area Network (SAN). Dabei handelt es sich um ein eigens aufgebautes Speichernetzwerk, bei dem alle Server über Hochgeschwindigkeitskabel und Switches mit zentralen Speichergeräten verbunden sind. Diese Struktur ist zwar aufwendig, aber es kommt nicht zu einer zusätzlichen Belastung des bereits vorhandenen lokalen Netzwerkes.

Die bereits fertig konfigurierten SAN-Bundles für mittelständische Unternehmen, die Maxdata zu einem günstigen Einstiegspreis anbietet, lassen sich sehr schnell implementieren. Denn ihre einzelnen Komponenten sind schon miteinander getestet und zu gängigen Softwareangeboten kompatibel. Für die Realisierung des gesamten SAN-Projektes benötigten die Delmenhorster IT-Spezialisten mit ihren insgesamt elf Mitarbeitern deshalb nur knapp einen Monat. Auch für mittelständische Unternehmen - das zeigt das Beispiel von nwi und ZOBA deutlich - sind heute Speicherlösungen auf der Basis von SAN attraktiv - sowohl in preislicher als auch in technischer Hinsicht.