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Sparkassentochter nwi bringt Außenhändler, Logistiker, Zoll, Reeder und Geldhäuser im Internet zusammen
BREMEN. Derart wohl geratene Töchter wünscht sich jeder Banker: Sie liefern Gewinne ab und bessern so die Erfolgsrechnung ihrer Mütter etwas auf, außerdem schaffen sie auch zusätzliches Geschäft heran, darüber hinaus tragen sie zur Stärkung des Heimatstandortes bei. Die Sparkasse Bremen AG hat derart attraktive Zwillinge 1997 auf die Welt gebracht, ihnen aber so wenig reizvolle Namen verpasst wie nwi nordwest international GmbH, ZOBA Zollabwicklung und -beratung GmbH. Dazu zählt auch die nordwest Import-Export-IT GmbH & Co.
Die Zweier-Gruppe wurde mit dem Internet-Portal i-TMS ausgestattet, im vollen Wortlaut: international Trade Management System. Es hat die Aufgabe, Papierkrieg bei Außenhändlern und Logistikern zu verhindern und alle an der Abwicklung eines Geschäfts Beteiligten so miteinander zu verbinden, dass sie elektronisch kommunizieren können und dabei die Daten des Auftrags nicht jedes Mal neu eingeben müssen. Vielmehr können alle Beteiligten immer wieder auf einmal Eingegebenes zurückgreifen.
Damit sollen Kosten abgebaut beziehungsweise begrenzt werden. So können reichlich Formulare und Dokumente eingespart werden. nwi-Geschäftsführer Christoph Graf von Bernstorff schätzt die Sparmöglichkeiten auf einen guten zweistelligen Prozentsatz der Kosten des Tagesgeschäfts. Sein Slogan "i-TMS spart Zeit und Geld".
Als elektronische Auftragsverwaltung vernetzt das System miteinander Im- und Exportabwicklung, Zahlungverkehr sowie Zollabwicklung.
Dienstleister von Bernstorff beobachtet nicht nur an der Küste, sondern zunehmend auch im Binnenland wachsendes Interesse an dieser IT-Lösung. Bei ihr werden grundsätzlich die einmal erfassten Daten eines Geschäfts vom Vertragsabschluss bis zur Bezahlung mehrfach verwendet. Der Vorteil bei den Nutzern liegt besonders im geringeren Aufwand für die Software und in der Abwendung vom Papier. Die Dienstleistungen der rührigen Sparkassentöchter werden inzwischen auch in China nachgefragt. Geschäftsführer von Bernstorff folgert: "Damit hat sich eine neue Geschäftsidee, die vor zwei Jahren beim Deutschen Außenwirtschaftstag prämiert wurde, endgültig auch außerhalb Deutschlands durchgesetzt und als herausragende Lösung für die gesamte Außenhandelspraxis erwiesen". Das System eigne sich für jedes Unternehmen, dass Außenhandel betreibe. Genutzt werde i-TMS auch von bisher zehn anderen Sparkassen.
Vom guten Geschäftsgang bei den Töchtern profitiert direkt die Sparkasse Bremen AG, und zwar über einen "sehr positiven Ergebnis-Beitrag." Genau so haben es die Geldhäuser am liebsten: Gut verdienen, ohne Risiken eingehen zu müssen. Dafür bieten sich besonders provisionsträchtige Leistungen an, etwa Devisen- oder Wertpapiergeschäfte für Kunden. Oder aber Tochtergesellschaften mit bankferneren, einkömmlichen Geschäften. Das ist beispielsweise i-TMS. |